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Alles, was man über Hula Hoop wissen muss

Kalorien verbrennen mit Spaßfaktor

Alles, was man über Hula Hoop wissen muss

🕐 LESEZEIT ≈ 6 min

Wenn etwas im Lockdown einen Hype erfuhr, dann Hula Hoop. In den Sozialen Medien wurde der bunte Kunststoffreifen, der uns bestens als Spielzeug aus unserer Kindheit bekannt ist, als Fitness-Gerät gefeiert – und war vielerorts vorübergehend sogar ausverkauft. Tatsächlich ist Hula Hoop nicht nur eine kurzweilige Trendsportart: Wer den Dreh raus hat, hat ein effektives Ganzkörpertraining für Zuhause gefunden, das Muskeln, Ausdauer und Beweglichkeit stärkt. Außerdem sollte man auch den Hula Hoop Kalorienverbrauch nicht unterschätzen.

Was, wie, für wen: Alles, was man über Hula Hoop wissen muss

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Was ist Hula Hoop?

Der Hula-Hoop-Reifen ist eigentlich als Kinderspielzeug bekannt, um bei rhythmischem Vor-Zurück oder Links-Rechts-Bewegungen auf der Hüfte die Geschichklichkeit zu trainieren. Die ersten Reifen wurden Ende der 1950er-Jahre in einem Spielzeugwarengeschäft in Kalifornien verkauft - und wurden zum Kassenschlager. Schon kurz darauf kamen die bunten Kunststoffreifen überall auf der Welt nicht nur in Kinderzimmern, sondern sogar im Zirkus, im Fitnessstudios und in Hundeschulen zum Einsatz. Übrigens: „Hula" steht für einen hawaiianischen Nationaltanz, „Hoop" ist das englische Wort für Reifen.

Wie wirkt Hula Hoop?

Als Fitnessgerät erlebte der Hula-Hoop-Reifen seinen Durchbruch, weil beim Hüftenkreisen die Körpermitte gefordert wird, um den Reifen auf den Hüften zu halten. Während Kinder vor allem Spaß haben, können Erwachsene Muskeln trainieren, Koordination und Ausdauer schulen und Kalorien verbrennen. Da die Bauch- und Rumpfmuskulatur beansprucht wird, kann regelmäßiges Training zu einer straffen Taille und einer verbesserten Haltung führen.

Für wen ist Hula Hoop geeignet?

Grundsätzlich kann jeder zum Hula-Hoop-Reifen greifen und loskreiseln. Es gibt allerdings Ausnahmen für Menschen mit Rücken-, Knie- und Bandscheibenbeschwerden, die sich besser einen anderen Sport für Zuhause suchen sollten. Auch, wer Blutverdünner einnimmt, sollte vorsichtig sein, da beim Hullern schnell blaue Flecken entstehen. Da die Trendsportart gelenkschonend ist, können sich sogar ältere Menschen oder Menschen mit Übergewicht am Hullern probieren.

Vorteile von Hula Hoop

Eines steht fest: Hula Hoop wird als Sportart unterschätzt. Mit etwas Übung, dem richtigen Reifen und der richtigen Technik kann man beim Hula-Hoop-Training den Core stärken, die Ausdauer trainieren und sogar einige Kalorien verbrennen – und das mit jeder Menge Spaß!

  • Trainiert Muskeln: Hula Hoop ist ein Ganzkörpertraining, denn es kommen alle Muskeln gleichzeitig zum Einsatz, insbesondere die Muskelpartien im Bauch, im Rücken, im Gesäß und in den Oberschenkeln.
  • Verbessert das Körpergefühl: Die gleichmäßigen Links-Rechts- und Vor-Zurück-Bewegungen mobilisieren die Wirbelsäule und fordern die Körpermitte, die dabei gefestigt wird. Regelmäßiges Hula-Hoop-Training kann deshalb den Taillen- und Hüftumfang verringern und so das Körpergefühl verbessern.
  • Fördert eine bessere Durchblutung: Die Bewegungen fördern die Durchblutung der Haut. Sogar die inneren Organe werden stimuliert, was den Stoffwechsel und die Verdauung antreiben kann.
  • Hilft beim Kalorien verbrennen: Durchschnittlich liegt der Hula Hoop Kalorienverbrauch bei 300 bis 600 Kalorien. Allerdings muss man dafür mindestens eine Stunde hullern. Wer wirklich abnehmen will, kann mit regelmäßigen Hula-Hoop-Trainings und der richtigen Sporternährung das eigentliche Trainingsprogramm ergänzen. Studien zeigten außerdem, dass beschwerte Hula-Hoop-Reifen bei übergewichtigen Personen zur Verringerung des Bauchfettanteils und zur Erhöhung der Rumpfmuskelmasse verhelfen.¹
  • Sorgt für gute Laune: Wenn Hula Hoop eines ganz sicher bewirkt, dann gute Laune – vielleicht auch, weil man sich beim Reifenschwingen in die Kindheitstage zurückversetzt fühlt. Noch mehr Spaß macht es mit Musik, Podcasts oder Lieblingsserien!
  • Schult Koordination und Ausdauer: Hat man den Dreh raus, kann man beim Hula Hoop schnell den Schwierigkeitsgrad steigern. Die Richtung wechseln, die Geschwindigkeit variieren oder Hula-Squats einbauen: Das abwechslungsreiche Training schult auch die Koordination und die Ausdauer.

5 Hula-Hoop-Tipps für Anfänger*innen

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  • Den richtigen Reifen finden: Für Hula Hoop braucht man nicht viel – aber den richtigen Reifen. Einer der wichtigsten Hula Hopp-Tipps für Neulinge ist es, mit dem passenden Reifen (1 - 1,2 kg) zu beginnen. Wer mehr als 85 Kilogramm wiegt, kann auch mit einem 1,5 bis 1,8 Kilogramm schweren Reifen starten. Der Durchmesser hängt von der Körpergröße ab: Reicht der aufgestellte Reifen bis zum Bauchnabel, hast Du Deinen Hula-Hoop-Reifen gefunden!
  • Die richtige Kleidung tragen: Eng anliegende Kleidung erleichtert das Hullern, während Sportschule einen festen Stand unterstützen. Bis auf genug Freiraum zum Kreiseln braucht man keine andere Ausrüstung!
  • Die richtige Technik anwenden: Obwohl es danach aussieht, handelt es sich beim Hullern nicht um kreisende Bewegungen. Man sollte hüftbreit oder in Schrittstellung stehen, die Körpermitte anspannen und den Reifen in Links-Rechts- oder Vor-Zurück-Bewegungen schwingen. Auf diese Weise führt man keine einseitigen Bewegungen aus, die die Muskulatur ungleichmäßig belasten würden.
  • Dranbleiben: Keine Sorge, bei den wenigsten klappt Hula Hoop beim ersten Versuch! Für Anfänger*innen geht es ohnehin zunächst nur darum, den Reifen auf der Hüfte zu halten. Du wirst sehen: Je öfter Du übst, desto größer werden die Spannen, in denen Du den Hula-Hoop-Reifen am Körper halten kannst. Wenn Du dranbleibst, kannst Du mit Hula Hoop sogar einige Kalorien verbrennen!
  • Langsam steigern: Hast Du den Dreh raus, kannst Du bis zu 30 Minuten am Tag trainieren. Ein letzter Hula Hoop Tipp für mehr Abwechslung: Wechsle regelmäßig die Geschwindigkeit, indem Du beim Kreiseln Deine Arme nach oben streckst oder auf einem Bein hullerst. Außerdem kann man den Reifen auch in andere Fitness-Übungen integrieren – bei Sit-ups, Hampelmännern oder Hula-Squats.

Gut zu wissen: Was passiert in unserem Körper, wenn wir abnehmen?

Geht es um die Fettverbrennung hält sich unter vielen Menschen, darunter auch Allgemeinmediziner*innen, Diätassistent*innen und Personal Trainer*innen, hartnäckig ein Mythos: Fett, das wir in Form von Nahrung zu uns nehmen, wird von unserem Körper in Energie, Wärme oder Muskeln umgewandelt. Folglich könne man Fett verbrennen, in dem man mehr Energie verbraucht, als man zu sich nimmt – und so an Gewicht verlieren. Forschende der University of New South Wales in Sydney haben jedoch schon vor einigen Jahren nachgewiesen, dass wir anders Gewicht verlieren – und zwar, indem wir das abgebaute Fett ausatmen. Das heißt: Unser Körper wandelt Fettsäuren während des Stoffwechsels hauptsächlich zu Kohlenstoffdioxid um. 84 Prozent des „verbrannten" Fetts atmen wir aus, die übrigen 16 Prozent sind Wasser, die wir mit der Atemluft, Schweiß, Urin und Tränen ausscheiden.²

Allerdings bedeutet das nicht, dass wir allein durch überdurchschnittlich schnelles Atmen oder extremes Schwitzen abnehmen können. Atemrhythmus und Stoffwechsel müssen im Gleichgewicht sein, damit der Fettabbau funktioniert. Die effektivste Art, Fett abzubauen, ist nur regelmäßige Bewegung. Denn durch das Atmen und das Schwitzen beim Sport können wir unseren Stoffwechselprozess steigern und durchgängig Fett ausscheiden. Außerdem ist die von vielen belächelte Aussage, im Schlaf abzunehmen, gar nicht so abwegig. Voraussetzung ist nur, dass wir vor dem Schlafengehen nicht mehr Fett zu uns genommen haben, als wir während unserer Schlafenszeit ausatmen können.

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Quellen:

¹ Lahelma, Sädevirta, Lallukka-Brück et al.: Effects of Weighted Hula-Hooping Compared to Walking on Abdominal Fat, Trunk Muscularity, and Metabolic Parameters in Overweight Subjects: A Randomized Controlled Study, Obesity Facts 2019 12 (4), aufgerufen am 28.10.2021.

² Meerman, Brown: When somebody loses weight, where does the fat go?, BMJ 2014: 349, aufgerufen am 27.10. 2021.

Bilder von Peakstock via Shutterstock, Mart Production und Yan Krukov via Pexels.