Wie Tennis, nur einfacher
Padel: Alles, was Du über die Trendsportart wissen solltest
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Was hat es mit dem Hype um Padel auf sich? Um was geht es bei der Trendsportart eigentlich – und was bringt sie? Wir werfen einen Blick auf Sport- und Fitnesstrends und beantworten alle Fragen rund um Padel.
Inhaltsverzeichnis:
↓ FAQ
Was ist Padel?
Padel (manchmal auch Padel-Tennis) ist eine Racket-Sport, also eine Sportart, die mit einem Schläger gespielt wird. Es handelt sich um eine Mischung aus Tennis und Squash, allerdings spielt man auf einem Court, der von hohen Wänden aus Glas oder Beton sowie Drahtgittern umgeben ist. Auch Schläger und Bälle unterscheiden sich:
- Spielfeld: Das Spielfeld wird Court genannt und ist ein Feld aus Kunstrasen oder Harz, in der Mitte durch ien Netz getrennt, das von hohen Wänden, oft aus Glas oder Beton oder Gittern, umgeben ist. Das Besondere an Padel: Genau diese Begrenzunhge, die das 10 Meter breite, 20 Meter lange Spielfeld umgeben, werden ins Spiel mit einbezogen werden. Es entstehen lange Ballwechsel, die andauernden Spielspaß garantieren.
- Schläger: Die Padel-Schläger unterscheiden sich sehr von Tennis- oder Squash-Rackets: Sie sind kürzer, durchgängig aus Kunststoff oder Kohlefaser und am Ende des Schlägergriffs mit einer Schlaufe versehen, die um das Handgelenk gelegt werden muss. Die Schlagfläche ist mit Löchern versehen, die Gewicht und Luftwiderstand verringern.
- Bälle: Der Spielball ist einem Tennisball ähnlich, besitzt aber weniger Innendruck. Damit wird ein hohes Abspringen des Balles verhindert und etwas die Geschwindigkeit aus dem Spiel genommen.
Und wer hat Padel erfunden? Die Ursprünge von Padel liegen in Mexiko, wo Enrique Corcuera gegen Ende der 1960er Jahre ein kleines, an seiner Hauswand anliegendes Tennisfeld umbaute - und es mit einer hohen Wand und einem Maschendrahtzaun umschloss. Ein Freund brachte es nach Spanien, baute die Spielregeln aus und Spielfelder auf bis der spanische Tennisspieler Manolo Santana erste Turniere organisierte und Padel langsam immer bekannter wurde. Über Spanien, Süd- und Mittelamerika erreichte es schnell die USA und Kanada und ist mittlerweise eine gehypte Sportart auf der ganzen Welt. Laut Angaben des Dachverbands International Padel Federation spielen in 140 Ländern mehr als 30 Millionen Menschen Padel.¹ In Deutschland gibt es seit 2020 Padel-Bundesliga, organisiert vom DPV (Deutscher Padel Verband).
Game, set, match: Padel-Spielregeln einfach erklärt
Padel wird im Doppel – zwei gegen zwei – gespielt. Dabei gelten prinzipiell ähnlich (einfache) Regeln wie beim Tennis, was Aufschlag, Ballwechsel und Zählweise angeht. Ein kurzer Überblick über die Spielregeln von Padel:
Spielprinzip: Padel wird immer im Doppel gespielt. Ziel des Spiels ist es, den Ball so über das Netz zu schlagen, dass das gegnerische Team ihn nicht regelgerecht zurückspielen kann.
Aufschlag: Der Aufschlag erfolgt von unten, hinter der Grundlinie. Der Ball muss über das Netz diagonal ins gegenüberliegende Aufschlagfeld geschlagen werden. Der Ball muss zuerst im Feld aufkommen, bevor er die danach er die Seitenwände berühren und vom Gegner gespielt werden darf.
Ballwechsel: Nach dem Aufschlag darf der Ball einmal auf dem Boden aufkommen, dann an die Wand prallen, bevor er zurückgespielt wird. Er darf aber den Boden nicht ein zweites Mal berühren.
Punkte und Zählweise: Gezählt wird wie beim Tennis – 0, 15, 30, 40, Game. Sechs gewonnene Spiele (mit mindestens zwei Spielen Vorsprung) ergeben einen Satz. Beim Padel werden zwei oder drei Sätze gespielt.
Seitenwechsel: Nach jedem ungeraden Spielstand (1, 3, 5 usw.) wechseln die Teams die Seiten.
Du willst es genau wissen? Am besten informierst Du Dich auf den Seiten des DTV über das Regelwerk von Padel.
Was bringt Padel?
Padel ist ein effektives Ganzkörpertraining, das nicht nur einen gesundheitlichen Vorteil mit sich bringt:
- Ausdauer: Da man bei Padel ständig in Bewegung ist, um auf den schnellen Ballwechsel zu reagieren, wird die Ausdauer trainiert.
- Kraft: Kurze Sprints und schnelle Richtungswechsel beanspruchen die gesamte Muskulatur und fördern so den Kraftaufbau.
- Koordination: Ähnlich wie bei Tennis oder Squash kommt es auch bei Padel darauf an, konzentriert zu sein, um auf die schnellen Ballwechsel reagieren zu können. Dass zusätzlich die Wände des Courts "mispielen", schult die Koordination.
Für wen ist Padel geeignet?
Ganz klar: Wenn Du Fan von Racket-Sportarten wie Tennis, Squash oder Badminton bist, ist Padel die nächste Sportart, die Du unbedingt ausprobieren solltest. Dabei ist es egal, ob Tennis eine Deiner Lieblingssportarten ist oder Du noch nie einen Schläger in der Hand hattest, denn Padel ist einfach zu erlernen. Bei Padel geht es weniger um Technik, als um das strategische Zusammenspielen im Team. Und auch wenn es Ausdauer, Kraft und Koordination fördert (und fordert), ist es weniger anstrengend als etwa Tennis – und damit auch für Anfänger*innen geeignet.
Leicht, funktional, atmungsaktiv: Die richtige Padel-Bekleidung finden
Und was trägt man beim Padel? Beim Padel trägst Du am besten leichte, atmungsaktive Funktionskleidung wie Trikots oder Tanktops. Dazu eignen sich passende Shorts oder Tennisröcke. Wichtig ist, dass Du Dich in Deiner Padel-Bekleidung gut bewegen kannst, um auf die Sprints und Richtungswechsel beim Padel vorbereitet zu sein. Deine Schuhe sollten einen guten Grip haben, die Halt auf dem Padel-Court versprechen. Übrigens: Echte Padel-Fans gestalten ihr Padel-Outfit mit indivduellen Designs, Namen oder Logos ihres Teams oder Vereins!
Häufige Fragen rund um Padel
Zwischen Padel und Tennis gibt es einige Unterschiede – auch wenn sich die beiden Racket-Sportarten auf den ersten Blick sehr ähnlich sind. Einer der größten Unterschiede liegt im Spielfeld, denn beim Padel wird der Court von Wänden (Glaswänden oder Zäunen) umgeben, die mit in das Spiel einbezogen werden. Das bedeutet: Erreichst Du den Ball nicht mehr, wenn er in Deiner Spielhälfte landet, kannst Du ihn an der Wand abprallen lasen, um ihn anschließend noch über das Netz zurückzuschlagen. Wichtig ist nur, dass er nicht den Boden berühren darf. Das, aber auch die Tatsache, dass das Spielfled kleiner ist, aber auch im Doppel bespielt wird, trägt dazu bei, dass man beim Padel weniger laufen muss, als beim Tennis. Man muss weniger Schlagkraft aufbringen, wodurch Padel weniger anstrengend ist, als andere Racket-Sportarten wie Tennis oder Badminton.
Darüber hinaus gibt es auch Unterschiede beim Schläger und Ball, die besondere Eigenschaften haben, sowie bei den Spielregeln. Grundsätzlich gelten ten ähnliche Regeln, was Aufschlag, Ballwechsel oder Zählweise angeht, es gibt jedoch ein paar Feinheiten. → Mehr über die Spielregeln von Padel
Du willst zeigen, dass Du Dich mit Padel auskennst? Dann sprich es nicht Englisch "Paddle" oder Deutsch "Paddel" aus, sondern Spanisch "Pa-dél", mit der Betonung auf der letzten Silbe.
Angebote Padel zu spielen, findet man mittlerweile in vielen Städten. Es gibt immer mehr Sportanlagen und -parks, die Padel-Spielfelder haben, aber auch viele Tennis-, Squash- oder Badmintonvereine bieten nicht nur den Platz, sondern auch die Teams. In manchen Großstädten gibt es auch spezielle Padel-Anlagen, in denen man Plätze mieten, Schläger und Bälle ausleihen kann. Am besten googlst Du die die Angebote in Deiner Nähe oder nutzt Websiten wie padelfinder.de.
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Quellen:
¹ International Padel Federation: History, aufgerufen am 15.101.2025.
DPV (Deutscher Padel-Verband): Basisregeln, aufgerufen am 15.101.2025.
Bilder von Gabriel Martin via Unsplash